Musikschulelhrer zeigen, was sie drauf haben

28.06.2010 00:00

LKZ vom 28.06.2010

Die Stadtjugendmusikschule Lud­wigsburg bewegt sich mit 1500 Schü­lern auf einem hohen Niveau. Das liegt hauptsächlich an den Lehrern, die mit dem ersten Satz des Branden­burgischen Konzertes von Johann Se­bastian Bach gleich einen Volltreffer landeten. Brigitte Thönges spielte die Viola da Gamba, eine Vorform des Cellos. Das heute nur noch selten ge­spielte Instrument harmonierte nicht nur mit dem Cembalo von Maria Grossmann. Die Violinistin Sandra Stock sorgte genauso für eine Auffüh­rung im Sinne des Barockmusikers und weltweit nachgeahmten Cemba­listen Johann Sebastian Bach, wie die Flötistinnen Susanne Godel und Vero­nika Karsch.

Der „Jahresanfang in Japan" von Hajime Okumura bescherte den Zu­hörern ein exotisches Stück. Impres­sionistisch angehaucht, streckenweise skurril und eigenwillig.

Hans-Dieter Karsch an der Querflöte, Regine Friedrich am Violoncello und Regine Peschke am Flügel sprachen im Trio das aus, was den Leitern der Musikschule und ihrem Freundeskreis am Herzen liegt: „Wer diese Lehrer musizieren hört, der kann gar keinen

 

anderen Wunsch haben, als seinen Sprössling in der Stadtjugendmusik­schule ausbilden zu lassen."

Susanne Godel (Blockflöte), Brigitte Thönges (Viola da Gamba) und Maria Grossmann (Cembalo) brachten dem Publikum im „Capriccio a Due" von Andrea Cima einen bunten Strauß aus Kompositionen, der zum Hörgenuss wurde.

In eine ganz andere Welt entführten die Musikschullehrer ihr Publikum mit dem ersten Satz einer Sonate für Violine und Klavier von Richard Strauss. Die Geigerin Meike Branden-busch, nicht nur Lehrerin, sondern wegen Konzertverpflichtungen in der ganzen Welt unterwegs, hatte mit Ute Redemacher am Flügel kein geringe­res Pendant. Sensibilisiert und mit musikalischem Einfühlungsvermögen forderten die beiden Lehrerinnen ihre Instrumente, ohne sie zu plagen.

Und natürlich darf in der „La Revue de Cuisine" von Bohuslav Martinu schon mal ein Tango und ein Charles­ton anklingen. Leicht verjazzt kamen hier die Bläser mit den Streichern zum Einsatz. Piano unumgänglich. Matthi­as Ritter an der Klarinette, Detlev Rei-kow am Fagott und Florian Schiessler an der Trompete brillierten mit der Vi­olinistin Meike Brandenbusch, der Cellistin Regine Friedrich und der Pia­nistin Sibylle Schiessler in einer opernhaften Suite, die einem Ballett entstammt.

Die Kinder und Jugendlichen zeig­ten in der Karlskaserne, dass sie sich in der Musikschule zu Hause fühlen. Mit Engagement für die Bewirtung der Gäste und einem Riesenapplaus für ihre Lehrer.


chule weiter.

 

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