OB will musische Bildung ausbauen

19.10.2009 15:01

Klares Bekenntnis zur Jugendmusikschule bei Festakt zum 40-jährigen Bestehen

In Zeiten sinkender Haushaltseinnah-men ließ der Appell des OB aufhorchen. Wenn man den entscheidenden Willen habe, eine Weiterentwicklung der Musikschularbeit durchzusetzen, dann könne hier viel erreicht werden, sagte Spec.

Er bezeichnete es als „existenziell wichtig”, etwas für die junge Generation zu tun, um sie fit für den globalen Wettbewerb zu machen. Dem musischen Bereich räumte er dabei eine große Bedeutung ein. „Eine Gesellschaft ohne Musik ist eine arme Gesellschaft”, betonte der Rathauschef.

Dem Vorstand des Vereins der Jugendmusikschule mögen diese Worte wie Labsal geklungen haben, denn wie die einstigen Vorsitzenden Dr. Otto Schäfer, Dr. Otfried Ulshöfer, Dr. Matthias Metz und Dr. Eberhard Bertsch in Erinnerung riefen, war die Einrichtung auch schon von Kürzungen bedroht. Und bei der Gründung gab es überdies Vorbehalte, dass nur eine elitäre Institution für das Bildungsbürgertum geschaffen werde.

So war es Ulshöfer zufolge wichtig, eine sinnvolle Balance zu finden. Die Investition in die musikalische Ausbildung der eigenen Kinder bezeichnete Bertsch als die beste und sicherste Geldanlage überhaupt.

 Der aktuelle Vorsitzende der Jugendmusikschule, Professor Dr. Karl Schneider, würdigte vor allem die Unterstützung der Stadt, der Wüstenrot-Stiftung, des Rotary-Clubs und des Freun­deskreises.

Dass Musik - wie Schneider sagte - nicht nur klug und ge­sund macht, sondern einfach gut tut, war beim Tag der offenen Tür zu erleben. In den Räumen der Einrichtung in der Karlskaserne herrsche Hochbetrieb, die Schulleiter Hans-Dieter Karsch kamen waren von der großen Resonanz überwältigt. Die Vorführungen ind en vereinseigenen Räumen sowie der Reithalle und auf der kleinen Bühne zeigten die Vielfalt der Musikschularbeit. Umfangreich waren die Angebote im Elementarbereich: Da kamen die Kleinsten im Musikgarten zusammen, Kinder und Eltern tanzten, Interessierte erfuhren, was Rhythmik und musikalische Früherziehung beinhaltet.

Es gab ein Hörrätsel, Spiele, und der eigne Körper wurde sogar zum Instrument. Auch Ebnsembles der Einrichtung und Ehemalige musizierten für die Besucher. Ob Filmhits am Klavier, gediegene Kammermusik, Rockmusik oder Blockflötenmklänge - lauschend mitfeiern lautete das Motto. Und beim Festakt bewiesen zwei Spitzenensembles ihr Können: das Jugendsinfonieorchester sowie die Charles´Barracks Big Band.

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